All pastes #968489 Raw Edit

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·published 2008-04-03 01:53 UTC
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„Zusammensetzung- und Wirkung von Feuchtmittel und Feuchtmittelzusätzen“

Die Aufgabe des Feuchtmittels ist, alle bildfreien Stellen farbfrei zu erhalten und Schmieren zu vermeiden. Unter anderem sind dadurch in Verbindung mit geeigneten Papieren und hochkonzentrierten Offsetdruckfarben sehr kontrastreiche, brillante Bilder möglich.
Dadurch spielt das Feuchtmittel im Offsetdruck eine sehr wichtige Rolle.

Das Feuchtmittel besteht nicht nur aus Wasser!
Viele Zusätze spielen dabei eine wichtige Rolle.

Dazu gehören als wichtigste Punkte:

-	Alkohol
-	Feuchtmittelzusätze (bei Wanfried-Druck Hydrofix B bzw. Alcolan)
-	Wasser

Die Funktionen dieser Bestandteile möchte ich nun näher erläutern.

1.	Alkohol

Der Alkohol im Feuchtmittel dient hauptsächlich dazu, die Oberflächenspannung des Wassers zu reduzieren. Nur durch diesen ist eine optimale und gleichmäßige Benetzung der Druckplatte gewährleistet. Hauptsächlich verwendet wird der so genannte „Isopropylalkohol bzw. Isopropanol“
Zudem bietet der Alkohol weitere Vorteile.
Durch seine schnelle Verdunstung bietet er einen kühlenden Effekt auf der Druckplatte, was sich positiv auf den Fortdruck auswirkt.
Des weiteren gelangt dadurch sehr Wenig Feuchtmittel über das Gummituch auf den Bedruckstoff und verringert so die Ausdehnung des Druckbogens.

Gemessen wird der Alkohol mittels eines Areometers oder eines elektronischen Gerätes (Bei Wanfried-Druck: „Alcosmart“)

Die Oberflächenspannung sinkt durch Zugabe von ca. 20% Alkohol zum Wasser stark, danach nur noch gering. Für den Offsetdruck ist es allerdings unzweckmäßig soviel hinzu zu geben. Zum einen ist es mit unnötigen Kosten verbunden und zum anderem mit einer hohen Umweltbelastung. 8-12% sind deshalb gebräuchlich. Durch den Einsatz von Keramikwalzen ist dieser Prozentgehalt allerdings noch weiter zu verringern.

2.	Feuchtmittelzusätze

In Feuchtmittelzusätzen sind gleich mehrere Eigenschaften in einem gebunden.
Sie enthalten Pufferlösungen, die das Einstellen- und Konstanthalten des pH-Wertes ermöglichen. Dieser würde sonst durch den Bogen-/Kartonstaub zu sehr schwanken. Ein optimaler pH-Wert liegt zwischen 5,0 und 5,8. Darüber oder darunter, könnte es zu Druckschwierigkeiten kommen.





Unter pH 5:

-	Trockenschwierigkeiten der Druckfarbe,
-	Oxidation der Metallfarben,
-	Die Druckplatte wird stark angegriffen und hat dadurch eine geringere Auflagenbeständigkeit.
-	
Über pH 6-7:

-	Der Druck neigt zum Tonen,
-	Stärkere Emulsion der Druckfarben (Die Farbe geht ins Wasser über und die Farbkraft geht verloren)

Der pH-Wert ist mit Indikatorstäbchen oder Elektrometrisch (Elektrisches Messgerät, die eine genauere Messung ausgibt) zu messen.

Ein weiterer Bestandteil des Feuchtmittels sind „Kollodiale Lösungen“, die während des Drucks mit einer Gummischicht überziehen, um die Auflagenbeständigkeit der Platte zu erhöhen. Es ist sozusagen ein Schutzmittel für die Platte.

Zudem befindet sich auch noch ein ganz geringer Anteil Alkohol im Feuchtmittel.

Als letztes wären noch Antibakterielle Mittel, die ein Algen- und Pilzwachstum im Wasser verhinden. Sonst würde das Wasser „umkippen“ (wie man es aus einem Teich kennt) und es wäre für den weiteren Fortdruck unbrauchbar, da dadurch die Platte & Walzen angegriffen würden.

3.	Wasser

Für den Offsetdruck kann man nicht einfach normales Wasser nutzen. Das entscheidende Stichwort lautet hier „dH-Wert“, welcher für den „Wert, deutscher Härtegrade steht“ und nicht mit dem pH-Wert zu verwechseln ist. Der Wert gibt an, wie viel Salze (Calcium- und Magnesiumsalze) das Wasser enthält. Wie alle Salze bestehen diese sogenannten Härtebildner aus Kationen (Calciumionen) und Anionen (Hydrogencarbonationen). Dieser Wert schwankt von Gebiet zu Gebiet, selbst über wenige Kilometer stark. Deshalb muss das Wasser aufgewertet werden. Für den Offsetdruck eignet sich ein dH-Wert von weich (4-8 dH) bis mittelhart (8-15 dH) Das Wasser in unserem Betrieb wird erst aufbereitet auf 0 dH und danach wieder mit normalem Wasser gemischt (bei Wanfried-Druck 13 dH).
Das ist deshalb wichtig, um die Platte, das Farbwerk und die Maschinenbauteile vor Kalk zu schützen, da es ansonsten Druckschwierigkeiten und eine Korrision der Maschinenbauteile gibt. (Verkalken)

Messen kann man den dH-Wert mittels Teststäbchen oder eines Wasserlabors.