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#832007 ·published 2007-12-25 18:12 UTC
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Nachrichten aus Kopenhagen

Nach Monaten der Ermittlungen sind 15 von 36 der im Ungdomshuset festgenommenen AktivistInnen wegen Körperverletzung oder versuchter Körperverletzung im Zusammenhang mit der Räumung des Hauses angeklagt. 

Der Gender-Experiment Freiraum "Warehouse 9" wird am Ende dieses Jahres Obdachlos sein, auf Grund der durch die Stadtverwaltung Kopenhagens geforderte Miete. 

Und neue Aktionen sind für den 28. Dezember geplant.



Neun der AktivistInnen wurden wegen Körperverletzung oder schwerer Körperverletzung gegen die PolizistInnen, welche das Haus am 1. März räumten, angeklagt. Die restlichen sechs wurden nur wegen versuchter Körperverletzung gegenüber PolizistInnen angeklagt.

Die Klagen wegen "normaler" Körperverletzung können ein Urteil von bis zu acht Jahren Haft bedeuten. Die versuchte Körperverletzung ist eine Neuheit in der dänischen Rechtssprechung, es wurde bisher noch niemand diesbezüglich verurteilt.

Ein Rechtsprofessor der Univesität Kopenhagenhat sagte, dass es sehr fragwürdig ist ob die AktivistInnen verurteil werden solange es so schwer nachzuweisen ist, dass die besagten Personen konktete Pläne zur Verwendung der im Haus gefundenen Waffen hatten.

Alle AktivistInnen wurden nach mehreren Monaten aus der Haft entlassen und die Gerichtstermine sind bisher noch nicht veröffentlicht worden. Derweil werden Fälle von anderen AktivistInnen, welche während den Aufständen über das Jahr hinweg festgenommen wurden, vorangetrieben.


"Genderchaos" Freiraum wird Raumlos

"Warehouse 9" beschreibt sich selbst als "... einen kleine Performanceraum und Kunstgalerie in dem alten Schlachthofviertel in der Innenstadt Kopenhagens.

Es ist ein Raum für zeitgenössische Kunst, Musik, Gedichte und und Aufführungen mit direkter Verbindung zur internationalen Queer-Gemeinschaft. Es verfolgt das Ziel etablierte Grenzen in der Musik, im Theater, in der Kunst und dem Nachtleben zu brechen und neue Verbindungen zwischen Gattungen und Gesellschaften zu schaffen."


Seit Mai diesen Jahres nutzt das WH9 ein Gebäude der Stadtverwaltung Kopenhagen als eine Galerie und Theater. Die Verwaltung hat allerdings vom WH9 verlangt 400.000 kr (circa 54.000 Euro) für das Jahr 2008 zu zahlen.  

Despite the funding WH9 receives for different shows and performances the rent demanded is impossible to pay.