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#586074 ·published 2007-06-23 17:05 UTC
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Für Technik-Interessierte: So bootet Vista
                                                                            Starteintr ge, mit denen sich Vista starten oder nach dem Ruhezustand
Windows Vista hat ebenso wie Windows 2000 und XP den Kernel von Win-
                                                                            fortsetzen l sst. Sie ist hnlich strukturiert wie die Registry. ltere, parallel
dows NT geerbt und unterscheidet sich im Aufbau nicht grundlegend von
                                                                            installierte Windows-Betriebssysteme mit einem eigenen NTLDR tr gt Vis-
seinen Vorg ngern. Deutlich ge ndert hat sich allerdings der Bootvorgang.
                                                                            ta hier ebenfalls ein. Fremde Systeme wie Linux k nnen mit Hilfe der Infos
Den NTLDR (NT Loader) gibt es nicht mehr, folglich findet sich auch keine
                                                                            aus einem Partitions-Bootsektor gestartet werden.
Boot.INI mehr in der Systempartition. An die Stelle der beiden treten bei
                                                                            Bei herk mmlichen PCs mit Bios sitzt diese Datenbank in einer Datei auf
Vista andere Komponenten.
                                                                            der Startpartition als \Boot\BCD. Bei EFI-Computern liegt die Datei auf dem
Der Bootprozess: Nach dem Computer-Start meldet sich als Erstes das
                                                                            eigenen EFI-Dateisystem unter \EFI\Microsoft\Boot\. Wozu die Unterschei-
Bios beziehungsweise bei modernen Systemen (Intel-Macs) das EFI-Bios
                                                                            dung? Bei EFI-f higen Computern bernimmt die Firmware alle Startvor-
(Extensible Firmware Interface).
                                                                            g nge bis zu diesem Punkt und l dt die BCD selbst. Allerdings ist der phy-
Die im Bios-Setup festgelegte Bootreihenfolge sagt dem PC, von welchem
                                                                            sikalische Speicherort nicht von Belang, denn wegen der Dateistruktur ist
Laufwerk er booten soll, und l dt von dessen erstem Sektor den MBR
                                                                            das ndern per Text-Editor nicht m glich. Unter Windows Vista k nnen
(Master Boot Record). Dieser wei ber das Laufwerk Bescheid und l dt
                                                                            Anwender die Booteintr ge nur mit dem sperrigen Tool Bcdedit.EXE bear-
den PBR (Partition Boot Record) der aktiven Bootpartition. Erst jetzt kommt
                                                                            beiten.
das Betriebssystem ins Spiel: Der Bootsektor startet den Windows-Boot-
                                                                            Winload.EXE: Dieses Hilfsprogramm bernimmt wie NTLDR bei Windows
Manager, hinter dem das Programm BOOTMGR.EXE steht. Dieses stellt ein
                                                                            NT 4/2000/XP den Start des Betriebssystems. Im Wesentlichen startet es
Bootmen bereit und bezieht die Informationen dazu aus der BCD-Daten-
                                                                            den Vista-Kernel Ntoskrnl.EXE aus dem Verzeichnis \Windows\System32\,
bank (Boot Configuration Data).
                                                                            initialisiert die Hardware-Abstraktionsschicht HAL.DLL und l dt den Re-
Ist Vista als Betriebssystem ausgew hlt, tritt nach dem Men das Pro-
                                                                            gistry-Schl ssel SYSTEM in den Speicher.
gramm Winload.EXE in Aktion, das den Kernel sowie die zum Systemstart
                                                                            Auf Basis dieses Registry-Infos startet es au erdem alle dort eingetra-
n tigen Kernel-Treiber l dt.
                                                                            genen, f r den Bootvorgang n tigen Treiber, bevor es dem System die
Der Vista-Start im Detail: Das Programm Bootmgr.EXE ist ein 16-Bit-
                                                                            Kontrolle ber den PC bergibt.
Hilfsprogramm. Es ist n tig, da herk mmliche PCs ohne EFI unmittelbar
nach dem Hochfahren grunds tzlich im Real-Mode mit 16-Bit-Adressie-
rung laufen. Bootmgr.EXE liest die BCD-Datenbank und arbeitet damit
quasi als Ersatz f r das modernere, aber noch nicht verbreitete EFI. Da-
nach schaltet es die CPU in den Protected Mode eine Voraussetzung f r
moderne Betriebssysteme wie Windows Vista.
Tschüss Boot.INI, hallo BCD: Ab Windows Vista sind Informationen ber
installierte Systeme nicht mehr in der einfachen Textdatei Boot.INI gespei-
chert. Stattdessen enth lt die Datenbank Boot Configuration Data (BCD)