> Die Einordnung der Entscheidung, das BMI die Schirmherrschaft anzubieten, muss
> jeder für sich bewerten, ich will da als Mitglied sowohl der GUUG als auch
> des LinuxTag e. V. gar keine Meinung vorgeben. Ich möchte nur zwei Fakten zur
> Kenntnis geben, die häufig missverstanden werden:
>
> 1. Dr. Schäuble wird auf dem LinuxTag überhaupt nicht auftreten, das war nie
> geplant und das ist auch nicht geplant; weder von ihm noch von uns.
>
> 2. Der LinuxTag erhält keinerlei finanzielle Vorteile, Geldzahlungen oder
> sonstwelche geldwerte durch die Übernahme der Schirmherrschaft.
>
> Es mag vielleicht verteidigend wirken, aber die Realität ist, dass wir seit
> vielen Jahren mit der KBSt ziemlich eng am Programm des BuBK (Business- und
> Behördenkongress) arbeiten. Das sind die Leute, die z. B. den
> Open-Source-Migrationsleitfaden herausgeben. Durch diese Zusammenarbeit
> konnten wir jeweils die Aufmerksamkeit diverser Behörden an Open Source
> wecken, die es sonst vermutlich nicht gegeben hätte. Im Winter jeden Jahres
> schicken wir dann mehr pro Forma mehr oder weniger den gleichen Brief an das
> BMI und die allgemeinen Gepflogenheiten erfordern es, diesen Brief an
> den "Chef vons Ganze" zu senden. Mehr oder weniger automatisch kam dann, wie
> in den vergangenen Jahren, ebenfalls ein Brief zurück, dass das wie bisher
> glattgehe.
>
> Nun haben wir "den Salat" und viele zornige E-Mails (von denen wir auch alle
> sehr ernst nehmen, die zumindest eine nicht beleidigende Sprache nutzen). Ich
> will mich ja gar nicht aus der Affäre ziehen, mir ist schon bewusst, dass
> auch durch Nicht-Nachdenken oder Nicht-Handeln schlimme Dinge passiert sind,
> aber erhlichgesagt kann ich persönlich (ich spreche hier nicht für den
> verein) in diesem Fall kein schuldhaftes Handeln von uns erkennen. Das mögen
> andere anders sehen und das muss und werde ich akzeptieren.
>
> Man könnte sich noch die Frage stellen, wen man mit Boykottaufrufen oder dem
> demonstrativen Fernbleiben tatsächlich trifft: Die ausstellenden Projekte und
> der Idee Freier Software oder die praktisch einhellig kritisch betrachteten
> Thesen, zu Bürgerrechten eines in dem Thema ziemlich isolierten Politikers.
> Die Frage soll sich aber jeder selbst beantworten.
>
> Grüße,
>
> ///Nils