Zeitung / Würzburg Stadt
Lob und Dank von allen Seiten
Die Einführung eines günstigen Familienbeitrags in Höhe von 16 Euro
soll den Beitritt in die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Würzburg
attraktiver machen. Außerdem beschlossen die Mitglieder während ihrer
Jahreshauptversammlung im Felix-Fechenbach-Haus Änderungen der
Vereinssatzung, die vor allem die Gleichberechtigung von Frau und Mann
betreffen und den Verwaltungsrat schlanker gestalten sollen.
Bürgermeister Adolf Bauer dankte allen Mitgliedern für ihre ständige
Einsatzbereitschaft. Die meisten arbeiteten viele Jahre lang
ehrenamtlich. Das ist ein Markenzeichen der Freiwilligen Feuerwehr
der Stadt."
Auch Kommunalreferent Wolfgang Kleiner sparte nicht mit Anerkennung:
Wir sind auf die Freiwillige Feuerwehr angewiesen." Er lobte
hauptsächlich die sehr gute Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr,
die vielen Fortbildungen sowie die schnelle Einsatzbereitschaft.
Eine tolle Leistung" bescheinigte zudem Branddirektor Franz-Josef
Hench den freiwilligen Kollegen im vergangenen Jahr. Er hob die
Hauruck-Aktion" während der Schneekatastrophe in Niederbayern und der
Oberpfalz sowie die Einsätze nach dem Orkan Kyrill" hervor. Wegen der
demographischen Entwicklung sei seiner Ansicht nach eine noch bessere
Jugendarbeit nötig. Er wünschte sich auch eine Erhöhung des
Frauenanteils, der bundesweit nur sieben Prozent betrage.
In seinem Jahresbericht informierte Vereinsvorsitzender Christian
Schulz über die vielen Aktivitäten der fünf Löschzüge. Für ein
erfolgreiches und sicheres Bewältigen von Einsätzen und Übungen ist
das durch die Kameradschaft entstehende Vertrauen unabdingbar",
betonte er. Besonders freute er sich über die gute Resonanz auf das
neue Herbstfest des Vereins, das zur festen Einrichtung werden könnte.
Das nächste große Ereignis ist die Feier zum 150-jährigen Bestehen der
Feuerwehr. Schulz kündigte an, dass im kommenden Jahr eine Straßenbahn
auf dieses Jubiläum und die Arbeit der Sankt Floriansjünger aufmerksam
mache. Aufgrund der Unterstützung eines Sponsors kostet uns diese
Werbeaktion nichts". Christian Schulz bedankte sich bei Bernd
Seuffert, der acht Jahre als Kassier und 15 Jahre als
Stellvertretender Vorsitzender tätig war. Dafür erhielt Seuffert das
bayerische Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber.
Mit stehenden Ovationen verabschiedeten die Mitglieder Günther Latzel.
Er war nicht nur acht Jahre Löschzugführer in der Sanderau, sondern
auch noch 22 Jahre Schriftführer, 16 Jahre Kassier und führt seit
sieben Jahren die Sterbekasse. Deswegen bekam er das bayerische
Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold.
Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Mitglieder den
27-jährigen Krankenpfleger und bisherigen Stadtjugendwart Stefan
Schmitt. Neuer Kassier ist der 24-jährige
Wirtschaftsinformatik-Student Dominik Panzer.
Daten und Fakten
Freiwillige Feuerwehr Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt hat fünf
Löschzüge in der Stadtmitte, in Grombühl, der Sanderau, der Zellerau
und in Heidingsfeld mit insgesamt 133 Einsatzkräften und 28
Jugendlichen. Einsätze im vergangenen Jahr: 673 (66 Brände, 80
Technische Hilfeleistungen, 527 Sicherheitswachen). Fahrzeugbestand:
17. Aus- und Fortbildung: 123 Unterrichtsveranstaltungen und 90
Übungen. Der Verein der Freiwillige Feuerwehr der Stadt hat insgesamt
552 Mitglieder
Von unserem Mitarbeiter Franz Nickel