Laborbericht Netzwerktechnik
Arbeitsblatt 3 Teil II Grundlagen Linux
Herr Kuhn
Nils Hasenclever
ITT15
24.10.2006
Systembefehle
15. Der Befehl df zeigt eine Statistik über den gesamten Speicherplatz. Welche Werte werden angezeigt?
Es werden folgende Werte angezeigt: Dateisysteme, 1k-Blöcke, benutzte 1k-Blöcke, verfügbare 1k-Blöcke, benutzter Speicherplatz in Prozent, Eingehängt(gemounted) auf. Der Befehl df (disk free) gibt also Informationen über den Speicherplatz des aktuellen Dateisystems, es ist auch möglich
16. Wodurch unterscheidet sich der Befehl free?
Mit dem Befehl free, einem Befehl zur Ausgabe der Hauptspeicherauslastung, sieht die Ausgabe folgendermaßen aus: total, used, free, shared, buffers, cached
17. Welche PID hat der Prozess top, was bedeutet PID und nach welcher Reihenfolge werden die Prozesse sortiert?
Die PID des Prozesses top ist 17468. Eine PID (process identification) eine fortlaufende Nummerierung der Prozesse. Diese Nummer ist im System eindeutig, wird der Prozess beendet, so verfällt auch die Nummer und wird in der Regel nicht neu verwendet. Die Prozesse werden nach CPU-Auslastung sortiert.
18. Es gibt 3 Arten von Prozessen: Deamons, Parent und Child. Wodurch unterscheiden sich diese Prozesse?
Bei dem Start von Linux wird automatisch ein Prozess mit der PID 0 erstellt, der so genannte swapper, welcher der Urahn aller weiteren Prozesse ist. Fast alle weiteren Prozesse sind Child-Prozesse, die von ihrem Parent-Prozess erzeugt wurden und dessen PID kennen. Im Gegensatz zu den beiden oben genannten Prozessarten sind Daemon-Prozesse nicht an einen Benutzer oder Terminal gebunden, sondern werden beim starten des Systems von dem swapper erzeugt und erledigen Kontroll- und Verwaltungsaufgaben.
19. Welche Aufgabe besitzt der Befehl ps?
ps (process show) : Bewirkt die Auflistung aktueller Prozesse (mit PID), des aktuell angemeldeten Benutzers, als Momentaufnahme, die CPU-Last verursachen.
20. Geben Sie ps-Af ein. Was bedeutet PPID, STIME, TTY und CMD?
PPID Parent Process ID, STIME Start TIME Zeit wann ein Prozess gestartet wurde, TTY ist die Nummer der Konsole in welcher der Prozess gestartet wurde, CMD Name des Kommandos, welches den Prozess gestartet hat.
21. Der Befehl sleep 10 lässt den Rechner für 10s ruhen. Hängt man ein & an so wird der Prozess im Hintergrund gestartet. Testen sie dies mit 100 Sekunden. Lassen Sie sich mit ps plus den richtigen Parameter die Prozesse anzeigen. Listen Sie die Einträge auf.
In Ermangelung eines Screenshots hier die Ausgabe der Konsole:
debian:~# sleep 100&
[1] 3145
debian:~# ps -A
PID TTY TIME CMD
1 ? 00:00:00 init
2 ? 00:00:00 ksoftirqd/0
3 ? 00:00:03 events/0
4 ? 00:00:00 khelper
5 ? 00:00:00 kacpid
33 ? 00:00:00 kblockd/0
43 ? 00:00:00 pdflush
44 ? 00:00:00 pdflush
46 ? 00:00:00 aio/0
45 ? 00:00:00 kswapd0
188 ? 00:00:00 kseriod
296 ? 00:00:00 kjournald
777 ? 00:00:00 kjournald
947 ? 00:00:00 khubd
1217 ? 00:00:00 pciehpd_event
1237 ? 00:00:00 shpchpd_event
1907 ? 00:00:00 dhclient
1912 ? 00:00:00 portmap
2256 ? 00:00:00 syslogd
2259 ? 00:00:00 klogd
2266 ? 00:00:00 dirmngr
2301 ? 00:00:00 exim4
2323 ? 00:00:00 inetd
2327 ? 00:00:00 lpd
2336 ? 00:00:00 sshd
2340 ? 00:00:00 rpc.statd
2343 ? 00:00:00 atd
2346 ? 00:00:00 cron
2368 tty2 00:00:00 getty
2369 tty3 00:00:00 getty
2370 tty4 00:00:00 getty
2371 tty5 00:00:00 getty
2372 tty6 00:00:00 getty
2995 tty1 00:00:00 bash
3033 tty1 00:00:00 startx
3044 tty1 00:00:00 xinit
3045 ? 00:00:00 XFree86
3058 tty1 00:00:00 x-session-manag
3081 ? 00:00:00 ssh-agent
3101 ? 00:00:00 kdeinit
3104 ? 00:00:00 kdeinit
3106 ? 00:00:00 kdeinit
3109 ? 00:00:00 kdeinit
3117 ? 00:00:00 artsd
3119 ? 00:00:00 kdeinit
3120 tty1 00:00:00 kwrapper
3122 ? 00:00:00 kdeinit
3123 ? 00:00:00 kdeinit
3126 ? 00:00:00 kdeinit
3128 ? 00:00:00 kdeinit
3130 ? 00:00:00 kdeinit
3138 ? 00:00:00 krandrtray
3139 ? 00:00:00 kdeinit
3140 ? 00:00:00 korgac
3141 ? 00:00:00 kdeinit
3142 pts/1 00:00:00 bash
3143 pts/1 00:00:00 bash
3145 pts/1 00:00:00 sleep
3146 pts/1 00:00:00 ps
debian:~#
22. Mit dem Befehl kill stoppt man einen Prozess. Starten Sie den sleep Prozess im Hintergrund mit 500s. Lassen Sie sich die Prozesse anzeigen. Stoppen Sie den Prozess.
debian:~# sleep 500&
[1] 3261
debian:~# ps
PID TTY TIME CMD
3142 pts/1 00:00:00 bash
3143 pts/1 00:00:00 bash
3261 pts/1 00:00:00 sleep
3262 pts/1 00:00:00 ps
debian:~# kill 3261
debian:~# ps
PID TTY TIME CMD
3142 pts/1 00:00:00 bash
3143 pts/1 00:00:00 bash
3263 pts/1 00:00:00 ps
[1]+ Beendet sleep 500
debian:~#
23. Reagiert ein Programm nicht mehr, kann man auch den Prozess gewaltsam stoppen. Fügen Sie dazu den Parameter -9 nach kill ein. Testen Sie dies. Wird eine Meldung ausgegeben?
debian:~# sleep 500&
[1] 3265
debian:~# ps
PID TTY TIME CMD
3142 pts/1 00:00:00 bash
3143 pts/1 00:00:00 bash
3265 pts/1 00:00:00 sleep
3266 pts/1 00:00:00 ps
debian:~# kill -9 3265
debian:~# ps
PID TTY TIME CMD
3142 pts/1 00:00:00 bash
3143 pts/1 00:00:00 bash
3267 pts/1 00:00:00 ps
[1]+ Getötet sleep 500
debian:~#
Es wird also keine Meldung ausgegeben. Anzumerken ist allerdings, dass hier der Prozesse getötet wird und nicht nur beendet (vgl. 22), also ein Hinweis auf die Art der Beendung.
Quellen:
http://de.wikipedia.org
www.haw-hamburg.de/rzbt/dankert/info2_4.pdf
http://www.pro-linux.de
Knoppix